Backup und Wiederherstellung
Fast jeder hat ein Backup. Deutlich weniger haben es je zurückgeholt.
Wenn wir einen neuen Betrieb übernehmen, fragen wir nicht, ob gesichert wird. Das wird fast immer. Wir fragen, wann zuletzt jemand etwas zurückgeholt hat.
Die Antwort ist meistens Schweigen. Und genau dort liegt der Unterschied zwischen einer Sicherung und einer Sicherheit.
Was ein echter Test prüft
Vier Fragen, und nur alle vier zusammen ergeben eine belastbare Antwort:
- Ist alles da? Nicht nur die Datei, sondern der Stand, den jemand tatsächlich braucht.
- Wie lange dauert es? Eine Wiederherstellung, die vier Tage braucht, ist im Ernstfall keine.
- Läuft es danach? Zurückgespielte Daten sind nicht dasselbe wie ein arbeitsfähiges System.
- Kommt ein Zweiter damit klar? Wenn es nur mit einer bestimmten Person funktioniert, ist es ein Risiko und kein Verfahren.
Punkt zwei unterschätzen fast alle. Wir hatten einen Fall, in dem eine Wiederherstellung etwa zwei Stunden pro Prozentpunkt brauchte — wegen eines Protokolls, das über Jahre nie gekürzt worden war. Technisch war alles vorhanden. Praktisch war es unbrauchbar.
Warum die Sicherung woanders liegt
Ein realer Fall aus dem Sommer 2026: Bei einem Betrieb fiel die zentrale Verwaltung der Virtualisierung aus. Dieselbe Verwaltung wurde von der Backup-Software gebraucht — die genau diese Umgebung sichern sollte.
Das Backup lag im selben Boot wie das, was es retten sollte. Deshalb liegt unser Sicherungsziel grundsätzlich außerhalb deiner Umgebung: eigene Hardware, eigener Standort, eigene Zugänge.
Unveränderbar — und was das genau heißt
Sicherungen lassen sich bei uns für eine festgelegte Frist sperren. Innerhalb dieser Frist kann über die Backup-Umgebung niemand löschen: kein Administrator bei dir, keiner bei uns, und auch kein Angreifer, der sich Zugangsdaten verschafft hat. Aufgehoben wird eine Sperre nur nach einem geprüften Auftrag von dir.
Was wir nicht behaupten: dass das physikalisch unumkehrbar sei. Wer eine Speicherplatte in der Hand hält, hat am Ende immer Mittel. Absolute Unveränderbarkeit gibt es nur mit Speziallösungen, die wir dir nennen können, wenn dein Fall sie erfordert.
Wir schreiben das so genau, weil in dieser Branche gern „das kann niemand löschen, auch wir nicht" gesagt wird. Das stimmt so nicht, und ein Versprechen, das im Detail bricht, ist schlimmer als eine ehrliche Grenze.
Wenn du wieder gehst
Wir sichern in einem offenen, herstellerüblichen Format. Bei einem Wechsel musst du in aller Regel gar nichts migrieren: Der neue Anbieter beginnt eine eigene Kette, deine alten Sicherungen laufen bis zum Fristende bei uns aus.
Und wenn es um große Datenmengen geht, bekommst du sie auf Datenträgern statt über eine Leitung, die drei Wochen braucht.